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Kunstrasenplatz


2006 -2010
Für manche mag es sich noch so anfühlen, als wäre es gerade erst gewesen; andere sehnen sich diese einmalige Stimmung im Land, dieses phantastische Ereignis in der Fußballgeschichte zurück: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, - ein „Sommermärchen“! Eine unfassbare Euphorie um den Fußball machte sich breit. Damit war ein ausgezeichneter Boden für eine neue Begeisterung im gerade im Nachwuchsbereich gelegt.

In 2006 stand an ganz anderer Stelle aber auch die Renovierung des Ascheplatzes am Borghorster Weg an. In dieser Phase ist dann bei den Verantwortlichen der Fachschaft Fußball-Junioren und Fußball-Senioren die Idee gereift, die Investitionen nicht mehr in eine in die Jahre gekommene, pflegeintensive Platzanlage zu stecken, sondern zurückzulegen für spätere „Umrüstung“ in einen Kunstrasenplatz. Die Argumente für eine solche Investition waren stichhaltig und überzeugend:

  • Keine Investitionen in veraltete, nicht mehr zeitgemäße und verletzungsgefährdende Platzbeläge
  • Verringerung der laufenden Pflegekosten für Oberfläche des Aschebelags
  • Entlastung der beiden Rasenplätze
  • Entlastung der Engpässe bei der Belegung der Sporthalle(n)
  • Komfortverbesserung und Motivationssteigerung insbesondere auch für bzw. beim Nachwuchs und deren Eltern wegen geringerer Verschmutzung der Sportbekleidung.

Diese Idee fand dann sofort große Zustimmung. Rat und Verwaltung der Stadt Horstmar schlossen sich dieser Idee auch mit Blick auf gleichartige Planungen in Nachbargemeinden schnell an. Als wünschenswertes Zieldatum für die Fertigstellung wurde das Jahr 2010 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des TuS Germania Horstmar ausgegeben und angepeilt.

Sodann begannen die vorbereitenden Aktivitäten zur Planung der Umstellung auf einen Kunstrasenplatz. Insbesondere das Finanzierungsmodell sowie die organisatorischen Voraussetzungen wurden erarbeitet und ein Zeitplan erstellt.

Nach diesem Finanzierungsmodell war aus der Organisation des TuS Germania Horstmar heraus eine beträchtlicher Eigenanteil zu erbringen. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Fachschaften Fußball-Junioren und Fußball-Senioren, der Alte-Herren-Abteilung und des Fördervereins wurde installiert. In insgesamt 12 Arbeitseinsätzen wurden über 850 unentgeltliche Arbeitsstunden allein aus diesen Arbeitseinsätzen erbracht.

Ein ganz besonderer Clou innerhalb des Finanzierungsmodells war die „Aktion Kunstrasen“ unter dem Titel „Fußball statt Schlammschlacht“. In dieser von Sven Eppenhoff organisierten und geleiteten Aktion könnten Patenschaften für „mehr oder weniger große Parzellen“ der Kunstrasenfläche via Internet symbolisch durch Zahlung einer Patenschafts-Gebühr erworben werden. Firmen, Vereine, Fan-Clubs, Privatleute und Gruppen jedweder Art haben mitgemacht. Die Gesamtfläche war schnell vergriffen, die Paten sind auf einer großen Übersichtstafel auf dem Sportgelände verbunden mit dem Dank des TuS Germania Horstmar „verewigt“.

Ein weiterer Zweig innerhalb des vom TuS zu erbringenden Eigenanteils beruhte auf zahlreiche, unentgeltliche Arbeitseinsätze während der Bauzeit durch Mitglieder der Fachschaften und des Fördervereins. Aus diesen Arbeitseinsätzen sind weit um 700 Stunden freiwillig und ehrenamtlich von aktiven und passiven Sportlern der genannten Fachschaften und des Fördervereins erbracht worden.